Objekt_Bammental_ehemals_Möbelparadies

Neugestaltung des Möbelparadieses birgt Chance – Gemeinde favorisiert weiter Standort am Bahnhof

Bammental. (bmi) Seit über einem Jahrzehnt wird in der Elsenztalgemeinde über die Zukunft des Netto-Marktes in der Bahnhofstraße diskutiert. Nun könnte nach Jahren des Stillstands mit der Übernahme des ehemaligen Möbelparadieses durch die Zapf-Gruppe endlich wieder Schwung in die Angelegenheit

kommen. „Es ist eine neue Situation entstanden, in der wir alle unsere Projekte mit einer anderen Sichtweise betrachten“, bestätigt Bürgermeister Holger Karl auf RNZ-Nachfrage. Dazu gehöre auch der geplante Neubau eines Netto-Marktes.

Dieser wird bereits seit 2008 anvisiert, ein Standort in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Markt ist längst gefunden – nur die Baugenehmigung fehlt. Der Knackpunkt: Die auserkorene Fläche – das Grundstück rund um das ehemalige Lagra-Gebäude nahe des Bahnhofs – liegt teilweise im Überschwemmungsgebiet der Elsenz. Und des Hochwasserschutzes wegen hatte das Wasserrechtsamt bisher einem Neubau eine Absage erteilt.

Wäre die Errichtung des Netto-Marktes auf dem Gelände des ehemaligen Möbelparadieses die Lösung? Platz wäre dort – ebenfalls in der Bahnhofstraße, nur etwa 500 Meter weiter nördlich – vorhanden. „Südlich des Gebäudes erschließen sich rund 2.400 Quadratmeter Freifläche, die Erweiterungspotenzial bergen“, teilt die Zapf-Gruppe dazu mit. Ausreichend Areal also für die angedachte Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern für ein Sortiment von rund 3.500 bis 3.700 Artikeln.

„Der Standort ist aktuell einer von zwei Alternativen für einen möglichen neuen Netto Markt“, bestätigt Karl. Es gelte nun zu prüfen, ob solch ein Einkaufsmarkt in das Gesamtkonzept passe. Der Rathauschef betont: „Was dort draußen passiert, entscheidet der Investor, nicht die Gemeinde.“

Die Haltung im Rathaus ist nach wie vor die alte: Der Standort gegenüber des aktuellen Netto-Marktes bleibt der favorisierte. „Die Fußläufigkeit für viele Bammentaler ist für uns das ausschlaggebende Argument“, betont Karl. So bleibt die Zukunft des Einkaufsmarktes weiter offen. Ein kleiner Trost: So lange wird der aktuelle – und längst nicht mehr rentable, weil zu kleine – Markt in der Bahnhofstraße weitergeführt…

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 07.04.2020